100 Jahre FV Steinmauern

BT-Bericht zum Festabend am 28. Februar 2026.

Auch ein Ex-Nationalspieler gratuliert dem FV Steinmauern

Die Turn- und Festhalle war geschmückt mit jeder Menge Luftballons. An den Wänden hingen Porträts von Spielern, Trainern, Verwaltungsmitgliedern und Funktionären. Zudem wartete ein Sektempfang auf die rund 300 Besucher. Der FV Steinmauern feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem großen Festabend, der sich über insgesamt fünf Stunden erstreckte.

Ein wahrer Glückwunschreigen prasselte auf die Verantwortlichen des Vereins nieder – unter anderem auch von Ex-Nationalspieler Uli Borowka, der als Stargast am Ende des Abends seine Aufwartung machte.

Julia Weiss und Markus Balke hatten die Moderation auf der festlich geschmückten Bühne übernommen, während FVS-Vorsitzender Peter Denzel zu Beginn die prägnantesten Ereignisse der Vereinshistorie mit diversen Auf- und Abstiegen ins Gedächtnis rief.

Nach Denzels Einschätzung ist der FVS mit seinen 580 Mitgliedern ein „Aushängeschild für eine gut funktionierende Vereinsarbeit“. Just zum 100-jährigen Bestehen stimmen auch die sportlichen Perspektiven zuversichtlich: „Wir haben Hoffnung auf den Aufstieg in die A-Klasse“, sagte Denzel und zeigte sich außerdem froh darüber, dass „wir eine überragende Jugendarbeit haben“. Zudem verwies er auf die jungen Fans, die den FVS zu jedem Spiel begleiten und für stimmungsvolle Unterstützung sorgen.

Christian Reinschmidt, Präsidiumsmitglied des Badischen Sportbundes und Leiter der Sportschule Steinbach, überreichte Denzel den Goldenen Greif – eine Auszeichnung, die der Sportbund jenen Vereinen zuteil werden lässt, die 100 Jahre alt geworden sind. Dabei hob Reinschmidt auch hervor, wie sehr der Fußballverein in Steinmauern mit seinen verschiedenen Altersgruppen den sozialen Zusammenhalt im Ort fördere.

Arno Heger, ehemaliger Schiedsrichter und Vizepräsident des Südbadischen Fußballverbandes, sprach von einer „Erfolgsgeschichte des FVS mit Höhen und Tiefen“. Zudem zeigte er sich überzeugt, dass der FVS demnächst wieder in der Kreisliga A spielen wird. Und: „Es ist wichtig, sich auf die Jugend zu konzentrieren. Damit setzt der Verein auf das richtige Pferd“, sagte Heger. Als Jubiläumsgeschenke brachte er den Ehrenbrief des südbadischen Fußballverbandes, ein edles Relief des DFB und ein Netz voller Fußbälle für die Jugend mit.

Landrat Christian Dusch, der einst als Schiedsrichter auch ein Spiel des FVS gepfiffen hatte, stellte Werte wie Zusammenhalt, Fairness, Teamgeist und Durchhaltevermögen heraus, die durch den Fußball gefördert würden. Der Verein habe in den 100 Jahren gezeigt, dass auch schwierige Zeiten überstanden werden können. „Die Blau-Weißen sind hervorragend aufgestellt“, sagte der Landrat.

Bürgermeister Toni Hoffarth (parteilos), selbst schon in der C-Jugend beim FVS aktiv und heute noch mit der AH unterwegs, sah den Verein als „Stützpfeiler für soziales Miteinander in Steinmauern“. Er habe stets Tradition bewahrt und sich offen für Neues gezeigt.

Der Bezirksvorsitzende Vito Voncina sprach von einer starken Gemeinschaft, die hier entstanden sei. Mit einer Ehrennadel zeichnete Voncina Peter Denzel für dessen „herausragende Verdienste“ aus.

Ob ihres hohen ehrenamtlichen Einsatzes für den FVS wurden außerdem Gabi Bohn, Franz Bohn, Bernd Bollweber, Thomas Grünbacher, Uwe Kleinschmidt, Hugo Lenz, Reinhold Specka, Bruno Weidenbacher, Roland Weßbecher, Lukas Zielbauer sowie posthum Walter Stolz und Rolf Jung geehrt.

Höhepunkt der Feier war der Vortrag von Ex-Nationalspieler Uli Borowka. In packender Art und Weise schilderte der einst zum härtesten Bundesligaspieler Gewählte Erlebnisse aus seiner Profizeit, die weitgehend mit seiner Alkoholsucht gepaart war. „Meine Versagensängste trugen zum Alkoholismus bei“, sagte er. Mittlerweile sei er aber seit 26 Jahren trocken. „Jeder Tag, an dem ich trocken bin, ist wertvoller als alle Titel, die ich gewonnen habe“, erklärte der Ex-Profi.

Mittlerweile hält er als Suchtberater Vorträge vor breitem Publikum, besucht Schulen oder Gefängnisse, um dort Aufklärungsarbeit zu leisten.

Musikalisch und optisch garniert wurde die Jubiläumsfeier von der Zumba-Gruppe des Vereins für Volkstanz- und Heimatpflege, den Hot Chilis von der GroKaGe Rastatt, einer Line-Dance-Gruppe und von Mitgliedern des Musikvereins Steinmauern.

(Quelle: BT/BNN vom 2. März 2026)

Beim FV Steinmauern ist das Sticker-Fieber ausgebrochen

BT-Bericht zur Tauschbörse "Stickerstars" am 15. März 2026.

„Wer hat die 13? Wer hat die 28? Wer hat die 31?“ Nein, es sind keine Lottozahlen, nach denen in einem wahren Stimmengewirr lautstark auf dem Vereinsgelände gefragt wird. Hinter den insgesamt 341 Zahlen verbergen sich fast ausnahmslos Menschen. Genauer gesagt handelt es sich um Mitglieder des FV Steinmauern.

Sie kommen aus sämtlichen Mannschaften des Vereins, von den Bambini bis zu den Alten Herren – und sie sind allesamt auf Porträtfotos verewigt worden. Natürlich gehören auch die Vorstandsmitglieder dazu. Sämtliche Fotoaufnahmen wurden im Oktober vorigen Jahres angefertigt.

Nach dem Beispiel der berühmten Panini-Bilder sind daraus Sticker entstanden. Neben den Porträtaufnahmen gibt es auch Fotos von der Vereinsanlage, ebenso wie historische Motive des Vereins. Alles zusammen ergibt eine Sammlung, die in speziell angefertigten Alben dokumentiert wird. Das Ganze ist eine Aktion zum 100-jährigen Vereinsbestehen des FV Steinmauern, das 2026 gefeiert wird.

Als Ideengeber fungierte Vorstandsmitglied Markus Balke. Er hörte von der Berliner Stickerstars GmbH. Das Unternehmen bietet seit 2012 Vereinen die Möglichkeit, ihre eigenen Stickeralben zu realisieren, um damit nicht zuletzt auch den Zusammenhalt in der Vereinsfamilie zu stärken. Dabei sollen mit den Alben jeweils unverwechselbare Unikate entstehen.

„In einer Verwaltungssitzung habe ich davon erzählt und das passt ja auch gut zu unserem Vereinsjubiläum, weil damit bleibende Erinnerungen verbunden sind“, sagt Balke. Seit Anfang Februar also nun läuft die Aktion in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Edeka-Markt – und dies mit großem Erfolg. „Verkauft wurden bereits über 12.000 Sticker und mehr als 200 Sammelalben“, sagt Balke.

Bis ein Album voll ist, müssen insgesamt also 341 Bilder eingeklebt werden, die allesamt nummeriert sind. Entsprechend viel Betrieb herrschte jetzt bei der eigens veranstalteten Tauschbörse am Rande eines Kreisligaspiels des FV Steinmauern auf dem Vereinsgelände. Väter und Mütter rückten ebenso wie ihre Kinder mit teilweise langen Listen voller Zahlen an, um damit nach fehlenden Porträts zu fahnden und so möglicherweise zumindest eine Seite eines Albums zu komplettieren.

Auf intensiver Suche bei dieser Tauschbörse ist etwa Lenny Wittek. Er spielt in der C-Jugendmannschaft des FVS. „Bei mir fehlen noch einige Bilder“, gibt er zu, dass seine Sammlung nach wie vor etliche Lücken aufweist. Aber: Insgesamt ist er voll des Lobes über die Aktion: „Es ist toll, dass man hier mal sieht, wer alles zu unserem Verein gehört.“ Fabian Hatz sieht sich derweil fast am Ziel: „Zwei Bilder fehlen noch“, zeigt er sich zuversichtlich, die Sammlung bald noch vervollständigen zu können.

Wie schnell es gehen kann, bestätigt Markus Balke: „Einer hatte sein Album schon nach drei Tagen voll.“ Er verweist zudem auf eine mittlerweile ins Leben gerufene Whats-App-Tauschbörse: „Viele lernen sich dabei im Ort neu kennen. Das ist ein guter Nebeneffekt.“

Wessen Porträt aber ist denn am beliebtesten im Reigen der durchweg äußerst professionell gestalteten Aufnahmen? Balke verweist sofort auf Bundesligaschiedsrichter Daniel Schlager. Nein, er gehört zwar nicht zum FVS, hat aber in dem Sammelalbum höchstpersönlich ein Grußwort verfasst.

Dabei outet sich Schlager selbst als einstiger Sammler von Stickern, die er auch eifrig getauscht habe. Und: „Ich habe dabei manchmal mehr Einsatz gezeigt, als ich ihn bei mancher Bundesligapartie auf dem Platz sehe.“ Zugleich ist er überzeugt: „Solche Aktionen zeigen wunderbar, wie viel Leidenschaft, Begeisterung und Teamgeist im Vereinsfußball steckt“.

Betreut wird das noch bis zum 18. April laufende Projekt des FVS von Stickerstars-Mitarbeiterin Clara Schnebele aus Berlin. Sie hat nach eigenem Bekunden eine ganz persönliche Verbindung zur Region: „Ich habe mich sehr gefreut, das Projekt beim FV Steinmauern begleiten zu dürfen. Da ich selbst aus Karlsruhe komme und die Region gut kenne, war es für mich etwas ganz Besonderes, dieses Album gemeinsam mit dem Verein umzusetzen.“

Die Verantwortlichen des FVS verweisen im Übrigen nicht zuletzt auf den finanziellen Mehrwert, den das Stickeralbum mit sich bringt: „Von jedem verkauften Album fließen zwei Euro direkt in die Mannschaftskasse.“ Zusätzliche Einnahmen sollen zudem durch Anzeigen regionaler Sponsoren generiert werden.

(Quelle: BT/BNN vom 20. März 2026)

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